INFOS RUND UM DIE TCM

Die 5 Elemente

Aus dem Yin–Yang Konzept entstand im 4. Jh. das Analogiesystem der 5 Wandlungsphasen (auch 5 Elemente genannt), auf das sich u.a. die chinesische Ernährungslehre stützt. Das Denkmodell der 5 Wandlungsphasen basiert auf einem Entsprechungsdenken, in dem die gesamten geistigen, emotionalen, materiellen und energetischen Phänomene des Universums letztendlich auf eine der 5 Wandlungsphasen, also Holz, Feuer, Erde, Metall oder Wasser aufgrund ihres gemeinsamen Charakters, ihrer gemeinsamen Eigenschaften oder sonstigen Analogie zugeteilt werden.

Die Wandlungsphasen beeinflussen sich gegenseitig in einer ständigen, dynamischen Wechselbeziehung.

Beispiel
Der Wandlungsphase Erde werden die Organe Magen, Bauchspeicheldrüse und Milz samt den dazu gehörigen Meridianen, der süße Geschmack, die Feuchtigkeit, Fruchtbarkeit, die innere Ausgeglichenheit (in der eigenen Mitte sein), das Erwachsenealter ... zugeordnet. Durch dieses Analogiesystem werden viele Zusammenhänge offensichtlich: Z.B., dass der süße Geschmack befeuchtet und in direktem Zusammenhang mit den oben genannten Organen steht.
Will man nun diese Organe stärken, so kann man dies mit Nahrungsmitteln, die vordergründig süßen Geschmack aufweisen, erreichen.
Man kann also sagen:
Aufgrund der analogen Entsprechungen zwischen Geschmacksrichtungen und Organen kann die chinesische Ernährungslehre detaillierte Aussagen darüber machen, wie die Nahrung auf den Organismus wirkt, wie sie therapeutisch oder prophylaktisch eingesetzt werden kann und welche Nahrungsmittel gemieden werden müssen.

Yang
• Hell
• Männlich
• Wärme, Hitze
• Sonne
• Energie
• Bewegung
• Trockenheit
• Aufsteigende
• Bewegung

Yin
• Dunkel
• Weiblich
• Kälte, Frost
• Mond
• Substanz
• Trägheit
• Feuchtigkeit
• Absteigende
• Bewegung

m Zyklus kochen bedeutet das Hineingeben der Zutaten in der Reihenfolge des Fütterungszyklus. Dies bewirkt, dass in einem Gericht jede Geschmacksrichtung vorhanden ist, wodurch das Gericht abgerundeter und vollkommen schmeckt und auch energetisch wertvoller ist. Außerdem wird die Energie aller Organe gleichmäßig angeregt und gestärkt, was das körperliche Wohlbefinden sehr verstärkt.

Kochen im Zyklus könnte grundsätzlich folgendermaßen ablaufen:

Beispiel für eine Speise, in der etwas angebraten wird: man beginnt mit der Wandlungsphase
FEUER, indem man einen Topf oder eine Pfanne erhitzt. Danach folgt
ERDE. Dafür gibt man etwas Öl in die Pfanne und brät z.B. das Gemüse oder Rindfleisch an. Die Wandlungsphase
METALL verlangt nach bewegenden Gewürzen (z.B. Pfeffer); danach wird die Speise gesalzen oder mit Wasser aufgegossen, was beides der Wandlungsphase WASSER entspricht. Mit der Zugabe von frischen grünen Kräutern, einem Schuss Zitronensaft oder Tomaten (Mark) wird der Zyklus zum ersten mal beendet. Dieser kann beliebig oft durchlaufen werden.